In wenigen Schritten zum geschnittenem Video:
- Vom Programm Mpeg2Schnitt (M2S) können nur Elementströme (ES) verarbeitet werden. Als ES bezeichnet man einzelne Video- oder Audiodateien (Endungen z.B. mpv, m2v, mpa, mp2, ac3). Transportströme (TS) und Programmströme (PS) müssen also demuxt werden. TS werden oft von DVB-Karten aufgezeichnet (Endung z.B. pva, ts) und PS sind die normalen Mpeg-Dateien die sowohl Video als auch Audio enthalten (Endungen z.B. mpg, mpeg).
Um Video- und Audiodateien synchron zu halten ist es sinnvoll spezielle Programme wie ProjektX oder PVAStrumento zum demuxen von DVB-Dateien zu verwenden.
Zum demuxen der ES aus einer DVD-Struktur kann man z.B. Vobedit benutzen.
- Die Video- und Audiodateien (ES) können auf verschiedene Weise zur Bearbeitung in das Programm M2S geladen werden.
Die Dateien werden im Dateienfenster aufgelistet. Wird eine Video- oder Audiodatei geladen werden alle gleichnamigen Audiodateien die sich im gleichen Verzeichnis befinden mitgeladen. Gleichnamig bezieht sich auf den Dateinamen bis zum Audiotrennzeichen. Ist das Audiotrennzeichen z.B. ein "-" sind die Dateien Video.mpv, Video-engl.mp2, Video-deu.mp2, Video-5.1.ac3 in diesem Sinne gleichnamig.
- Für die Navigation innerhalb des Videos gibt es verschiedene Möglichkeiten. Durch verschieben des Schiebereglers mit der Maus wird die entsprechende Stelle im Video angesteuert. Scrollen mit dem Mausrad bewegt den Schieberegler in die entsprechende Richtung. Dabei kann durch drücken einer Schrittweitetaste (standardmäßig "Schift, Steuerung, Alt und AltGr") die Schrittweite verändert werden. Drückt man beim scrollen mit dem Mausrad die Taste "I"(standardmäßig für In) bzw. "O" (standardmäßig für Out) wird der nächste mögliche Schnittpunkt angesprungen. Die Tasten im Bedienfeld sollten sich durch ihre Beschriftung erklären. Viele Funktionen können auch mit der Tastatur bedient werden. Die Schrittweitetasten funktionieren auch bei den Tasten im Bedienfeld.
- Jetzt können die Schnitte festgelegt werden. Ein Schnitt besteht aus einem IN- und einem OUT-Schnittpunkt. Der IN-Schnittpunkt muß vor dem OUT-Schnittpunkt liegen. Nur die Teile des Videos die zwischen IN- und OUT-Schnittpunkten liegen, entspricht dem blauen Bereich auf dem Schieberegler, werden in das neue Video übernommen. Ist der IN- und OUT-Schnittpunkt festgelegt kann durch die Taste "Einfügen" ein neuer Schnittpunkt in der Schnittliste erzeugt werden. Durch einen Rechtsklick auf die Taste "Einfügen" wird ein weiteres Tastenfeld geöffnet. "Ändern" überschreibt den markierten Schnitt mit den aktuell angezeigten Schnittpunkten (IN und OUT).
Muß die Schnittstelle neu berechnet werden (Schnitte ohne Berechnung sind nur an I- und P-Frames möglich) werden die IN- und OUT-Tasten entsprechend rot markiert. Die Reihenfolge der Schnitte in der Schnittliste kann durch schieben mit der Maus verändern werden. Einige Funktionen, z.B. "Schnittpunkt löschen", sind nur über das Kontextmenü des Schnittfensters oder Tastenkombinationen möglich.
- Ist die Schnittliste vollständig kann man durch drücken von Cut den eigentlichen Schnittvorgang starten. In einem Dateidialog wird nach einem Verzeichnis und Dateinamen für das geschnittene Video gefragt. Je nach verwendeter Option werden alle oder nur die markierten Schnittpunkte der Schnittliste in neue Datei(en) gespeichert. Je nach Rechenleistung und Dateigröße kann auch dieser Vorgang einige Zeit dauern.
- Die fertig geschnittenen Dateien können durch einen externen Muxer gemuxt werden. Dazu dient die Option Optionenfenster / Video-, Audioschnitt / nach Schneiden Muxen. Vorher sind die entsprechenden Einstellungen für den Muxer vorzunehmen(Optionenfenster / externe Programme / Muxen).
Verweise: